Frostschutz für den Motor

Frostschutzmittel - Die richtige Mischung ist wichtig

 
 
Fulda Schwarzfahrgarantie Premio Aktion
 
 
Fulda Schwarzfahrgarantie Premio Aktion
 
 
 
 

Per physikalischer Definition sind Kühlmittel gasförmige, flüssige oder feste Stoffe bzw. Stoffgemische, die zum Abtransport von Wärme eingesetzt werden. Kühlmittel wie Wasser werden häufig beim Betrieb von Verbrennungsmotoren eingesetzt. Das Wasser leitet die Wärme von den Motoren ab, damit diese nicht überhitzen und Schaden nehmen.

 
 

Unterschieden wird in der Technik grundsätzlich zwischen Kühlmittelsystemen mit direktem Kontakt und solchen mit Wärmetauscher. Beim direkten Kontakt wird das Kühlmittel  unmittelbar auf den zu kühlenden Stoff aufgetragen. Jeder kennt das z.B. in Form der kalten Dusche an einem heißen Tag. 

Bei Kühlsystemen mit Wärmetauscher sind Kühlgut und Kühlflüssigkeit durch eine feste Wandung voneinander getrennt.  Bei den meisten Verbrennungsmotoren, die heutzutage in den Autos verbaut sind, wird das Wasser im Kühler zunächst durch den Fahrtwind herunter gekühlt und anschließend mittels einer Pumpe an die entsprechenden Motorteile - vor allem den Zylinderkopf - transportiert, um die Wärme abzuleiten. Seit den achtziger Jahren sind vor den Kühlern zusätzlich Lüfter eingebaut, die den Luftstrom auch bei langsamer Fahrt sichern.

 
 

Bei Motorrädern ist meistens die Luftkühlung ausreichend, da der Motor freiliegt, und durch den Fahrtwind genug Kühlung erhält. Zudem haben die Zylinder und Zylinderköpfe luftgekühlter Motoren Kühlrippen, um die Wärme abgebende Oberfläche zu vergrößern.

 
 
Das ist die richtige Mischung für den Winter: Bis -20° C
 
 

Kühlwassermenge

Frostschutz

Wasser

5 Liter

1,7 Liter

3,3 Liter

6 Liter

2,1 Liter

3,9 Liter

7 Liter

2,4 Liter

4,6 Liter

8 Liter

2,8 Liter

5,2 Liter

9 Liter

3,1 Liter

5,9 Liter

10 Liter 

3,4 Liter

6,6 Liter

 
 
Bis -30° C
 
 
Kühlwassermenge
Frostschutz
Wasser

5 Liter

2,2 Liter

2,8 Liter

6 Liter

2,7 Liter

3,3 Liter

7 Liter

3,1 Liter

3,9 Liter

8 Liter

3,6 Liter

4,4 Liter

9 Liter

4,0 Liter

5,0 Liter

10 Liter

4,4 Liter

5,6 Liter

 
 
Darum muss Frostschutzmittel hinzugefügt werden
 
 

Der große Nachteil der Wasserkühlung ist die spezifische Eigenschaft dieses nassen Elements: Bei großer Hitze dehnt es sich aus und wird zu Dampf, bei großer Kälte gefriert es und wird zu Eis. Im Winter besteht also die Gefahr, dass das Kühlwasser einfriert und den Motorblock zum Platzen bringt. Um das zu vermeiden, muss ein Frostschutzmittel zugesetzt werden, welches meistens aus einer Wasser-Glykol-Mischung besteht. Das Glykol (reiner Alkohol) setzt die Gefriertemperatur des Wassers herab und sorgt dafür, dass es auch bei sehr niedrigen Temperaturen flüssig bleibt. Häufig werden Frostschutzmittel-Konzentrate verkauft, die dann noch im richtigen Verhältnis mit dem Kühlwasser gemischt werden müssen, damit der gewünschte Frostschutz erreicht wird.

Stichwort Glysantin:
Glysantin ist das älteste Kühlschutzmittel und seit 1929 patentiert. Hauptsächlich besteht es aus Monoethylenglykol. Glysantin gilt als Markenname der BASF und wird bei vielen Verbrennungsmotoren als Kühlflüssigkeit eingesetzt.

 
 
Dabei gilt die einfache Formel:
 
 

Je tiefer die Außentemperaturen, desto mehr Frostschutzmittel-Anteil muss sich im Kühlwasser befinden. Die meisten Frostschutzmittel verhindern zudem die Rostbildung im Motorinneren, in der Wasserpumpe und den Kühlkanälen. Zusätzlich stabilisieren sie elektrische Leitfähigkeit der Flüssigkeit und verhindern somit frühzeitiges Sieden. Ein weiteres Plus: Frostschutzmittel  verhindern mineralische Ablagerungen, weswegen sich auch der ganzjährliche Einsatz absolut lohnt.

 
 
Regelmäßige Kontrolle des Füllstands
 
 

Sowohl Kühlflüssigkeit als auch Frostschutzmittel werden über den sogenannten Ausgleichsbehälter aufgefüllt und so in den Kühlkreislauf gebracht. Der Ausgleichsbehälter befindet sich im Motorraum und ist meistens ein runder Kunststoffbehälter am Ende der Kühlleitung, an dem zwei Markierungen angebracht sind: Minimum und Maximum. Der Füllstand sollte sich immer zwischen den beiden Markierungen befinden. Fällt der Stand unter Minimum, sollten Sie unbedingt nachfüllen. Die Frostschutzkonzentration können Sie mit einer sogenannten Prüfspindel kontrollieren. Sie zeigt an, bis zu wie viel Grad minus, das Kühlmittel vorm Einfrieren geschützt ist. Der Wert sollte zwischen minus 20 und minus 30 Grad liegen.

Viele Hersteller empfehlen entmineralisiertes Wasser zum Mischen. Das ist unnötig, denn normales Leitungswasser tut es auch. Wenn Sie sichergehen wollen, nehmen sie destilliertes Wasser von der Tankstelle.

 
 
Vorsicht beim Einfüllen!
 
 

Der Ausgleichsbehälter gleicht – wie der Name schon sagt - den steigenden Druck durch das sich ausdehnende Kühlwasser aus.  Die Kühlflüssigkeit sollte deshalb nie bei laufendem Motor nachgefüllt werden, da heißes Wasser herausspritzen oder  heißer Dampf austreten  und zu schwersten Verbrennungen führen könnte.

 
 
Kühlmittel-Entsorgung
 
 

Kühlmittel sind hochgiftige Flüssigkeiten. Sie werden wie Sondermüll behandelt und dürfen nicht ins Grundwasser gelangen oder einfach in den Ausguss gegossen werden.  Am besten fangen Sie das alte Kühlmittel in einem wiederverschließbaren Behälter auf und bringen diesen in eine Kfz-Werkstatt oder eine örtliche Annahmestelle.