Auto springt nicht an

Was tun, wenn das Auto im Winter nicht anspringt?

 
 
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Startprobleme im Winter mit dem Auto
 
 

Der Winter setzt dem Auto zu. Wenn es nicht anspringt, kann das verschiedene Ursachen haben. Einige Probleme sind schnell lösbar, andere erfordern den Besuch in der Werkstatt. Woran es liegt, wenn Ihr Auto nicht anspringt und was Sie tun können, erfahren Sie in unseren ultimativen Winter Tipps fürs Auto.

 
 
Ursache #1: leere Batterie
 
 
Autobatterie aufladen

Im Winter müssen Autobatterien Höchstleistungen bringen. Die Kälte belastet die Ladekapazität, das heißt die Batterie kann nicht so viel Strom speichern wie sonst, die notwendige Spannung zum Anlassen des Autos kann nicht mehr erzeugt werden.

 
 
 

Die leere Batterie kündigt sich durch die leiernden Geräuschen des Anlassers an. Dann sollte sie dringend nachgeladen werden, entweder am Ladegerät oder durch Umherfahren.
Klackt der Anlasser nur noch, ist es zu spät. Dann hilft nur noch Starthilfekabel um das Auto wieder flott zu kriegen.

Um Batterien im Winter zu schonen, sollten unnötige Verbraucher gar nicht eingeschaltet werden. Außerdem sollte man Heckscheibenheizung und Sitzheizung erst nach einer gewissen Fahrzeit aktivieren.

Kurze Fahrstrecken sollten vermieden werden. Die entnommene Ladekapazität kann nicht wieder hergestellt werden und die Batterie ist anschließend zu schwach um das Auto zu starten.

Um die Lebensdauer der Batterie zu erhöhen, sollte sie regelmäßig gesäubert werden. Durch feuchten Schmutz fließen Kriechströme, die die Batterie entladen. Das Auto sollte nicht länger stillliegen. Die Batterie wird tiefenentladen und es droht ein Totalausfall.

Übrigens das Anschieben des Autos im zweiten Gang funktioniert nur, wenn die Batterie noch eine Restspannung besitzt und natürlich nur, wenn das Auto ein Schaltgetriebe hat. Springt der Wagen nicht auf den ersten Metern an, kann unverbrannter Kraftstoff in den Katalysator gelangen und ihn beschädigen.

 
 

ACHTUNG: Dieselfahrzeuge lassen sich nicht anschieben bzw. anschleppen!

 
 
Ursache #2: Dickes Motoröl
 
 
dicke Motoröl

Motoröle mit hoher Viskosität sind bei Kälte zu zähflüssig. Dann hat der Anlasser Mühe den Motor in Gang zu setzen.

Das Schmiermittel ist dickflüssig wie Honig und die Pumpe schafft es nicht, das Öl in alle wichtigen Schmierstellen zu drücken. Der Motor kann Schaden nehmen.

 
 
 

Deshalb sollte man nur Öl verwenden, das auch im Winter gute Fließeigenschaften hat. Angezeigt wird das durch die Zahl vor dem W. Das W auf der Ölflasche steht für Winteröl. Die Angabe reicht von 0 bis 25. „0“ bedeutet höchste Winterfestigkeit (flüssig bis minus 30 °C). „25“ bedeutet gute Fließfähigkeit bis minus 5 °C.

 
 
Ursache #3: Defekte Elektronik
 
 
kaputte Elektronik im Auto

Extreme Kälte beansprucht und auch die elektrischen Bauteile im Auto. Bei einem starken Wechsel von Wärme und Kälte kann sich Kondenswasser im Inneren bilden. Das Wasser kann die Bauteile beschädigen oder einen Kurzschluss verursachen.

 
 
 

Kabel können brüchig werden und der Strom fließt fehlerhaft. Gerne machen es sich auch Marder im warmen Motorraum gemütlich und nagen die Kabel an.

Bei älteren Autos kommt im Winter dann oftmals das Ende. Spröde, oxidierte, verschmutze Zündkabel versagen ihren Dienst.

Kondenswasser und Verunreinigungen an Zündkerzen sind oftmals die Ursache, warum das Auto nicht anspringt. Hier hilft die Reinigung mit einer Drahtbürste bzw. die Abtrocknung der Bauteile.
 
Generell ist eine regelmäßige Sichtprüfung und ggf. Reinigung der relevanten Elektronik im Auto zu empfehlen, um Ausfällen vorzubeugen. Bei Bedarf müssen die betroffenen Teile ausgetauscht werden.
Gegen Marderbiss gibt es einige sehr effektive Methoden, die die Tiere fernhalten.

 
 

Ursache #4: Diesel Kraftstoff

 
 
Dieselkraftstoff tanken

Bei extremer Kälte flockt Dieselkraftstoff aus. Im Winter schreibt der Gesetzgeber deshalb Winterdiesel vor, der auch tiefe Temperaturen aushält (Filtrierbarkeit bis minus 20 °C). Liegen die Temperaturen unter minus 20 °C flocken die Parafine im Diesel aus, der Filter verstopft. Der Wagen stoppt nach wenigen Metern wieder oder er springt erst gar nicht an.

 
 
 

In diesem Fall ist eine kurze Pannenhilfe an Ort und Stelle nicht möglich. Das Auto muss in einer beheizten Werkstatt oder Garage abgestellt werde, bis das gesamte Kraftstoffsystem erwärmt ist. Zusätzlich muss meistens der Kraftstofffilter ausgetauscht werden.

Um der Ausflockung vorzubeugen, sollten Dieselfahrzeuge in strengen Wintern über Nacht in der Garage abgestellt werden. Das Unterstellen im Carport hilft auch schon.

 
 

Hinweis:
Übrigens der Kaltstart beim Diesel ist bei modernen Aggregaten kein Thema mehr. Das langwierige Vorglühen bzw. die Rudolf-Diesel-Gedächtnisminute (Zeit zum Vorglühen) entfällt.

Moderne Dieselmotoren springen auch im Winter sofort problemlos an – jedoch auch nicht ohne Vorwärmung. Diese geht heutzutage nur sehr viel schneller und findet unbemerkt vom Autofahrer statt. Dank Direkteinspritzung ist das Vorglühen nur noch bei Frost nötig. Das Vorglühen beginnt dann schon mit dem Öffnen der Fahrertür.

 
 

Ursache #5: Vereiste Kühlflüssigkeit

 
 
vereiste oder gefrorene Kühlflüssigkeit

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Wer bei Frost kein Kälteschutzmittel für die Kühlflüssigkeit benutzt, riskiert einen Motorschaden. Das Eis im Motorsystem dehnt sich aus, Schläuche, Bauteile, sogar der Motor selbst kann platzen. Dann wird es richtig teuer.

Ist das Kühlwasser gefroren, sollte der Motor auf keinen Fall laufen. Er wird zwar anspringen, aber schon nach wenigen Kilometern so heiß laufen, dass ein Weiterfahren unmöglich ist.

Da die Vereisung bis ins Innerste des Motors reicht, sollte der Wagen über mindestens 24 Stunden in die Garage gestellt werden. In der Zeit kann das Eis im Motor auftauen.

Anschließend sollte man eine Werkstatt aufsuchen, um zu prüfen, ob das Motorsystem keinen Schaden genommen hat sowie das Kühlwasser tauschen und mit ausreichend Frostschutzmittel versehen.

 
 

Ursache #6: Kaputter Anlasser

 
 
Kaputter Anlasser beim Auto

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Manchmal streikt der Anlasser. Wenn der Magnetschalter hängt und die Hauptkontakte deshalb nicht schalten, hilft ein kurzes Klopfen auf das Bauteil mit einem metallenen Gegenstand und es funktioniert wieder.

Das geht jedoch nur bei älteren Autos, bei denen das Bauteil noch gut zugänglich ist. Bei neueren Autos, in denen alles platzsparend und kompakt verbaut ist, hat man keine Chance.

Doch das Klopfen ist keine Dauerlösung ist. Eine Reparatur ist unausweichlich. Wobei der Austausch des Anlassers günstiger ist als eine Reparatur des defekten Bauteils. Durch die Kälte kann auch das Stromkabel brüchig geworden sein und der Anlasser kriegt einfach nur keinen Strom.