Starthilfe mit Kabel - Anleitung

Überbrückungskabel richtig anschließen

 
 
 
 

Der Kaltstart ist ein Kraftakt für Motor und Batterie. Der Kaltstart im Kalten kann deswegen auch schon mal in die Hose gehen. Gerade Besitzer älterer Autos kennen das: im Winter springt die Karre nicht an. Mit einem Starthilfekabel kriegen Sie Ihren Wagen in den meisten Fällen aber im Nu wieder flott.

 
 

Autobatterie und Lichtmaschine (Lima) sorgen für die Stromversorgung im Auto: die Lima im Betriebszustand, die Batterie bei Stillstand. Während der Fahrt lädt die Lichtmaschine die Autobatterie normalerweise nach. Im Winter jedoch läuft die Lima durch zusätzliche Verbraucher wie Sitz- und Scheibenheizung oder ständiges Fahren mit Licht auf Hochbetrieb. Dies kann dazu führen, dass sie die Batterie nicht mehr vollständig nachladen kann bzw. sogar zusätzlich entlädt und irgendwann ist Schluss. Das Auto springt im Kaltstart nicht mehr an. Hinzu kommt, dass sich altersschwache Batterien schneller entladen als neue, und dass Minusgrade die Leistungsfähigkeit der Batterie zusätzlich verringern.

 
 
 
Starthilfekabel richtig anschließen - Video-Anleitung:
 
 
 
 
Mit Starthilfekabel läuft’s wieder
 
 

Um Ihren Wagen wieder zum Laufen zu bringen, benötigen Sie jetzt ein Starhilfekabel, auch Überbrückungskabel genannt. Mit diesem Kabel wird der weitergeleitete Strom einer externen Energiequelle (meistens einer anderen Autobatterie) genutzt. Das Starthilfekabel besteht aus zwei isolierten elektrischen Leitungen mit Polzangen an den beiden Enden. Das rote Kabel ist das Pluskabel und das schwarze Kabel ist das Minuskabel. Der ADAC empfiehlt Starterkabel mit einem Querschnitt von mindestens 16 mm² (Kupfer). Beim Kaltstart von Dieselmotoren, die erst vorgeglüht werden müssen, benötigen Sie einen Kabelquerschnitt von mindestens 25 mm². Vor dem Einsatz achten Sie bitte auf etwaige Betriebsanleitungen von Empfänger- und Spenderbatterie. Manche Fahrzeuge haben außerhalb der Batterie eigene spezielle Starthilfe-Anschlüsse. Ansonsten gehen Sie folgendermaßen vor:

  • Zuerst verbinden Sie mit dem roten Kabel die Pluspole der Batterien, dann mit dem schwarzen Kabel den Minuspol der Spenderbatterie mit einem unlackierten Metallteil im Motorraum Ihres Fahrzeugs.
  • Achten Sie drauf, dass die Kontakte der Batterien trocken sind.
  • Gehen Sie unbedingt in der Reihenfolge vor und verwechseln Sie auf keinen Fall Plus- und Minuspole. Dies könnte zu Kurzschlüssen führen, austretende Gase könnten sich entzünden oder die Elektronik der Fahrzeuge könnte zerstört werden.
  • Dann wird der Motor des Spenderautos angelassen, dann starten Sie Ihren. Falls Ihr Motor nicht gleich anspringt, wiederholen Sie den Vorgang. Autoradio, Gebläse und andere Funktionen sollten während des Startversuchs übrigens ausgeschaltet sein.
  • Nach erfolgreicher Starthilfe können Sie das Starterkabel wieder entfernen, aber in umgekehrter Reihenfolge: erst das Pluskabel, dann das Minuskabel.
  • Anschließend suchen Sie entweder direkt eine Werkstatt auf, um die Ursache für die leere Batterie zu klären oder legen zunächst eine längere Strecke mit Ihrem Wagen zurück. Eine Autobatterie ist etwa nach 90 Kilometern wieder voll aufgeladen.
 
 
Wenn das Auto trotzdem nicht anspringt
 
 

 Wenn auch das Starterkabel nicht hilft, liegt es nicht Batterie, sondern an der Elektrik oder am Motor. Möglicherweise ist auch der Anlasser defekt. Hier hilft nur eine Prüfung vor Ort (ADAC) oder in der Werkstatt.

 
 
Pflegetipps Autobatterie
 
 

Autobatterien haben eine begrenzte Lebensdauer. Durch ständiges Auf- und Entladen verschleißt die Batterie und ist irgendwann nicht mehr funktionsfähig. Die meisten Batterien machen durch die höhere Belastung im Winter schlapp. Damit das nicht passiert, müssen Sie folgende Tipps beachten:

  • Reinigen Sie die Batterie: Schmutz und Oxidation bedingt Kriechströme, die die Batterie entladen.
  • Überprüfen Sie regelmäßig den Füllstand und füllen Sie den Flüssigkeitsverlust mit destilliertem Wasser auf (Vorsicht beim Auffüllen: Batteriesäure ist ätzend. Handschuhe benutzen)
  • Nicht benutze Batterien sollten zwischen Null und zehn Grad gelagert und regelmäßig aufgeladen werden.
  • Nicht alle Verbraucher auf einmal einschalten. Nur dann liefert die Lichtanlage genug Strom fürs Aufladen.