Reifendruck

Luftdruck der Winterreifen regelmäßig prüfen

 
 
 
 

Der richtige Luftdruck bei Winterreifen und Sommerreifen ist sehr wichtig für die Fahrsicherheit und die Lebensdauer der Pneus. Welcher der richtige Luftdruck ist und wie Sie ihn den Wetterbedingungen optimal anpassen, erfahren Sie in diesem Artikel.

 
 

Falscher Luftdruck = Verlängerter Bremsweg & Höherer Verschleiß

 
 

Durch Kälte sinkt der Luftdruck im Reifen. Während der Wintersaison gibt es häufiger Temperaturstürze, der Reifenluftdruck muss also jedes Mal den Witterungsbedingungen angepasst werden. Denn durch falschen Luftdruck verlängert sich erheblich der Bremsweg und die Haftung gerade in Kurven ist deutlich schlechter.

Hinzu kommen höherer Verschleiß und Kraftstoffverbrauch. Laut ACE (Auto-Club Europa) steigt der Spritverbrauch bei 0,5 bar unter Soll bereits um fünf Prozent. 0,4 bar zu wenig verringern die Reifenlebensdauer um 30 Prozent.

 
 
 
Wie Luftdruck kontrollieren?
 
 

Der optimale Reifendruck ist abhängig von Reifenmodell und Beladung des Fahrzeugs. Angaben hierzu finden Sie:

  • In der Bedienungsanleitung Ihres Fahrzeugs
  • In der Innenseite des Tankdeckels
  • Am Holm der Fahrzeugtür
  • In einer Reifendrucktabelle des Herstellers

An den meisten Tankstellen gibt es Geräte, mit denen Sie den Reifendruck überprüfen können. Diese transportablen Messgeräte hängen auf einem Ventil und speisen sich automatisch mit Druckluft, wenn Sie daran aufgehängt werden.

Nehmen Sie das Druckluftgerät ab und bringen Sie es zu Ihrem Auto. Schrauben vom Reifenventil den Ventildeckel ab und setzten Sie den Druckmesser am Ventil an. Mit Druck auf die Tasten Plus und Minus können Sie den Luftdruck des Reifens erhöhen und senken. Schrittweise können Sie so genau den gewünschten Reifendruck einstellen.

 
 
Der optimale Reifendruck
 
 

In der Reifendrucktabelle finden Sie spezifische Angaben zum Reifendruck des jeweiligen Reifenmodells bzw. Pkw-Modells für bestimmte Bedingungen wie Beladung, Geschwindigkeit und Temperatur. Reifen unter Vollbeladung oder konstant höherer Geschwindigkeit benötigen einen höheren Luftdruck. Deswegen sind bei Autobahnfahrten 0,2 bis 0,3 bar mehr Reifendruck sinnvoll. Da der Luftdruck nicht permanent manuell den äußeren Bedingungen angepasst werden kann, ist bei länger anhaltender Kälte 0,3 bar mehr Reifendruck empfehlenswert. Generell gilt: Zu niedriger Luftdruck ist schädlicher als zu hoher Reifendruck.

 
 
Reifendruck Winterreifen alle 14 Tage kontrollieren
 
 

Ihrer Gesundheit und Ihres Portemonnaies zu Liebe sollten Sie den Luftdruck Ihrer Winterreifen alle 14 Tage überprüfen. Die Bereifung garantiert so sicheres Fahrverhalten, sie hält länger und Sie sparen Benzinkosten.

 
 
Reifendruck-Kontrollsysteme
 
 

Neuwagen innerhalb der EU müssen seit 2012 mit automatischen Reifendruckkontrollsystemen (Tire-Pressure-Monitoring-Systems) ausgestattet sein. Das TPMS reguliert den Druck automatisch und warnt den Fahrer optisch und akustisch bei sinkender Befüllung.

Doch Neuwagen ist nicht gleich Neuwagen. Bis zur flächendeckenden Durchsetzung des Kontrollsystems werden noch Jahre vergehen. Das TPMS können Sie aber auch nachrüsten lassen. Dafür benötigen Sie Messsensoren am Reifen und das Steuergerät am Cockpit. Kostenpunkt: rund 150 Euro.