Reifenlabel unterstützt die Kaufentscheidung beim Reifen

Die EU Reifenkennzeichnung

 
 
 
 

Erklärung der EU-Reifenkennzeichnung, also dem Europäisches Reifenlabel: Seit dem 01. November 2012 müssen Reifenhersteller PKW-Reifen sowie die Reifen leichter und schwerer Nutzfahrzeuge, die nach dem 30. Juni 2012 produziert wurden, mit dem so genannten „Reifenlabel“ kennzeichnen. Was das für den Reifenkäufer bedeutet erfahren Sie hier.

 
 

Bezüglich der Reifen ermöglicht diese Kennzeichnung dem Endverbraucher eine bessere Orientierung beim Reifenkauf. Somit kann er mit diesen Kriterien und üblichen Reifentests eine bessere Kaufentscheidung fällen.

 
 
 

Video: Das EU Reifenlabel

 
 
 
 
Welche Informationen enthält die Kennzeichnung?
 
 

Die Kennzeichnung zeigt die folgenden drei Eigenschaften des Reifens an:

Kraftstoffeffizienz
1. Kraftstoffeffizienz

Die Kraftstoffeffizienz bezieht sich auf den Rollwiderstand des Reifens. Je kleiner der Rollwiderstand, desto geringer ist die Reibung zwischen Reifen und Straße und desto geringer ist der Spritverbrauch. Der Rollwiderstand macht etwa 20 % des Kraftstoffverbrauchs des Fahrzeugs aus. Ein leichtlaufender Reifen benötigt weniger Kraftstoff, da eine geringere Menge Energie in Reibung und Hitze umgewandelt wird.

 
Kraftstoffeffizienzklasse

Die Kraftstoffeffizienz wird von der Klasse A (größte Effizienz) bis zur Klasse G (geringste Effizienz) eingestuft. Die Kategorie „D“ wird nicht für PKWs verwendet.

 

Der Unterschied im Kraftstoffverbrauch zwischen einem mit „A“ und einem mit „G“ bewerteten Reifen kann bis zu 7,5 % betragen. Dies kann eine Einsparung von mehreren hundert Euro betragen, gerechnet auf die gesamte Lebensdauer des Reifens. Durch Auswahl eines kraftstoffeffizienten Reifens wird außerdem der CO2 -Ausstoß verringert. Grundsätzlich muss man jedoch auch berücksichtigen, dass die Kraftstoffeinsparung auch vom Fahrzeug und den Fahrbedingungen abhängt.


Bremsweg bei Nässe
2. Bremsweg bei Nässe

Die Nasshaftung bezieht sich auf die Bremsfähigkeit des Reifens auf nassem Untergrund. Neben Witterung und Fahrbahnoberfläche wirkt sich die Nasshaftung der Reifen auf den Bremsweg aus. Diese Eigenschaft stellt einen wichtigen Punkt beim Reifenkauf dar.

 
Nasshaftung
Nasshaftung

Die Bewertung der Nasshaftung ist in sieben verschiedene Kategorien eingeteilt.

Sie reichen von A (kürzester Bremsweg) bis F (längster Bremsweg).
Die Kategorien „D“ und „G“ werden nicht für PKWs verwendet.

Die Wichtigkeit der Nasshaftung kommt vor allem in Notsituationen zur Geltung, denn hier können wenige Meter Bremsweg entscheidend sein. Ein Satz Reifen mit „A“-Bewertung ermöglicht einen um bis zu 30 % kürzeren Bremsweg, als bei Reifen mit „F“-Bewertung.

 
Abrollgeräusch
3. Abrollgeräusch

Das externe Rollgeräusch des Reifens wird in Dezibel angegeben.

 
externes Rollgeräusch
Geräuschklassen

Die Geräuschklassen werden dabei in drei Kategorien eingeteilt und sind durch schwarze Schallwellensymbole gekennzeichnet. Die Kennzeichnung reicht von 1 (leise) bis 3 (laut).

Reifen verursachen einen Teil der Fahrgeräusche Ihres Fahrzeugs. Durch den Kauf von Reifen mit einer guten Geräuschklasse können Sie die Lärmbelastung Ihrer Umgebung vermindern.

 
 
 
Weitere Leistungsfaktoren sind zu berücksichtigen
 
 

Durch die neue EU-Reifenkennzeichnung kann der Verbraucher Reifen hinsichtlich ihrer Bodenhaftung, Kraftstoffeffizienz und Geräuschentwicklung besser vergleichen. Doch beim Reifenkauf sollten noch weitere Faktoren berücksichtigt werden z.B.:

  • Handling bei Trockenheit
  • Bremsverhalten bei Trockenheit
  • Bodenhaftung in Kurven
  • Widerstandsfähigkeit
  • Beständigkeit bei Aquaplaning

Winterreifen verfügen über spezielle Leistungsmerkmale, die bei der EU-Reifenkennzeichnung nicht berücksichtigt werden, z. B. Traktion auf Schnee und Eis und Bodenhaftung bei kalten Witterungsbedingungen.

 
 
Wer hat diese Kennzeichnung ins Leben gerufen?
 
 

Diese Initiative resultiert aus einem Vorschlag der EU-Kommission. Sie ist Teil des Aktionsplans für Energieeffizienz, der die Energieleistung von Produkten, Gebäuden und Dienstleistungen verbessern soll.

 
 
Seit wann ist diese Kennzeichnung Pflicht?
 
 

Seit Juli 2012 produzierte Neureifen für Pkw, Transporter und Lkw müssen seit 1. November 2012 das neue zertifizierte EU-Label tragen.

 
 
Welche Reifentypen sind gekennzeichnet?
 
 
  • Pkw-Reifen
  • Transporterreifen
  • Lkw-Reifen
 
 
Welche Reifen sind nicht gekennzeichnet?
 
 
  • Runderneuerte Reifen
  • Reifen ohne Straßenzulassung, z.B. Rennreifen
  • T-Notradreifen
  • Oldtimerreifen
  • Motorradreifen
  • Reifen für Erdbewegungsmaschinen
  • Farmreifen
 
 
Ihr Reifenhändler hilft beim Reifenkauf?
 
 

Auch wenn die neue EU-Reifenkennzeichnung eine Hilfe für den Verbraucher darstellt, so verfügt der Reifenhändler Ihres Vertrauens   über die erforderliche Qualifikation, um den idealen Reifen für Ihre Anforderungen zu finden.

 
 
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